What are Norwegians thinking
when they are not thinking?
 
Norway attempts to kill off remaining wild salmon stocks - River Tana Salmon targeted first to go.
Reykjavik May 31, 2010

 
Today, Norwegian authorities issued the 2010 salmon sea netting regulations.  As expected the slaughter of vulnerable wild salmon stocks will continue, with Finnmark in the far north the hardest hit area of all especially in the mighty Tana river .  In the regulations, Norway tries to conceal the extirpation of the big female spawners in June in exchange for few small male salmon later in the season.  Not just Norwegian salmon stocks will suffer but also salmon stocks native to the rivers in Finland and Russia.  Last year Norway’s salmon catches were at an all time low despite endless warnings to the Norwegian authorities issued by scientists, angling, tourist and conservation organisations.
 
The situation has become a serious contradiction of Norway’s claims to be an environmental role model.   Excessive commercial fishing and the havoc caused, in the form of disease, sea lice plagues and mass escapees from crowded pens, by Norway’s largely unregulated salmon farming industry is greatly undermining Norway’s reputation. 
 
Recently, the Russian Government issued its third diplomatic warning that Norway was violating the United Nations Law of the Sea Treaty by intercepting Russian and Finnish salmon along the Finnmark coast.  The Russians called on Norway to stop the commercial netting in the Varanger fjord and remove all the bend nets (Krogarn) along the Finnmark coast.
 
In continuing to allow its commercial fishermen to exploit mixed stocks of wild salmon of Norwegian, Russian and Finnish origin, Norway is in danger of provoking further international actions.  Already, Greenland and the Faroe Islands have reduced their salmon netting and long-lining down to zero levels in desperate attempts to revitalize stocks in their neighbour countries.  The Norwegian decision announced today now makes a mockery of these international initiatives.
 
“Among Norwegian parliamentarians, there is a complete absence of a strategic debate about wild salmon”, said Orri Vigfússon, chairman of the North Atlantic Salmon Fund.  “If Norway wants to become a global salmon power to rival Russia and Iceland then it needs to stop acting like an environmental vandal and start treating its dwindling salmon resource with the care and protection it deserves. Now!”
 
deutsche Übersetzung :

Woran denken die Norweger, wenn sie nicht denken?

Norwegen steht kurz davor, den letzten verbleibenden Bestand am Wildlachs zu töten – der Lach im Fluss Tana soll das erste Ziel werden Reykjavik, 31. Mai 2010

Heute haben die norwegischen Behörden die Lachsfanggesetze 2010 für die Netzfischerei auf See beschlossen. Wie erwartet wird das Töten des sensiblen Lachsbestands fortgesetzt. Am schwersten betroffen ist Finnmark im oberen Norden, vor allem im bedeutenden Fluss Tana. In den Verordnungen versucht Norwegen die Ausrottung von großen weiblichen Rognern im Juni zu verbergen und dafür einige wenige, kleine männliche Milchner später in der Saison vorzuschieben. Darunter wird nicht nur der norwegische Bestand leiden, sondern auch der Bestand, der in Flüssen in Finnland oder Russland geboren wurde. Schon im letzten Jahr sanken die Fangzahlen auf einen traurigen Rekordtiefstand, trotz fortwährender Warnungen an die norwegischen Behörden seitens der Wissenschaft, von Fischern, aus der Touristik und von Umweltorganisationen.
Diese Sachlage steht in einem vollkommenen Gegensatz zu der Tatsache, dass Norwegen eigentlich als Vorbild im Hinblick auf Umweltschutz agieren wollte. Exzessive kommerzielle Befischung und der Schaden, der dem Lachs durch Krankheiten, Seelausbefall und Massenfluchten aus Norwegens größtenteils keinen Richtlinien unterliegenden Lachsfarmen haben den Ruf des Landes schwer beschädigt

Erst kürzlich hat Russland eine diplomatische Warnung in Richtung Norwegen geäußert, die eine Verletzung des UN Seerechtsübereinkommens beinhaltete. Sie warfen Norwegen vor, russischen und finnischen Fisch entlang der finnischen Küste abgefangen zu haben.

Wenn Norwegen weiterhin seinen Berufsfischern erlaubt, Mischbestand norwegischer, russischer und finnischer Herkunft auszubeuten, läuft das Land Gefahr, weitere internationale Reaktionen heraufzubeschwören. Zum jetzigen Zeitpunkt haben bereits Grönland und die Färöer ihre Netzfischerei auf Lachs und Langleinen auf Null reduziert in einem fast verzweifelten Versuch, die Bestände im Nachbarland wiederzubeleben. Die Entscheidung in Norwegen heute lässt diese Initaitiven wie eine Farce erscheinen.

“Innerhalb der Mitglieder des norwegischen Parlaments gibt es keine Debatte über Wildlachs.” , sagt Orri Vigfússon, Vorsitzender des North Atlantic Salmon Fund. „Wenn Norwegen ein international anerkanntes Lachsland werden möchte, das es mit Russland oder Island aufnehmen kann, dann muss es zunächst aufhören sich wie ein Umweltverzerstörer zu benehmen und anfangen, seine dahinschwindenden Lachsbestände mit der gebotenen Vorsicht und Ehrfurcht zu behandeln. Und zwar jetzt. SOFORT!“